Malawis Armut

Nach vielen Bildern und Beiträgen im letzten Jahr zu den Sonnenseiten unseres Lebens in Malawi, wird es nun Zeit, andere Aspekte in den Blick zu nehmen. Vom Auswärtigen Amt wird jährlich ein „Entwicklungspolitischer Bericht“ erstellt, der das Land mit seinen Problemen beschreibt:

Demnach ist Malawi „…eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Zwei drittel aller Menschen leben in Armut. Laut Weltbank ist Malawi das ärmste, laut IWF das drittärmste Land der Welt. In einer Vielzahl von internationalen Statistiken rangiert Malawi auf den letzten Plätzen, häufig umgeben von Ländern, die – anders als Malawi – von Bürgerkriegen oder Unruhen gekennzeichnet sind oder waren.“

Trotz erheblicher Unterstützung sei das Land nicht in der Lage, die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen  BILDUNG, GESUNDHEIT, SICHERHEIT den Menschen zur Verfügung zu stellen. Das Jahr 2015, unser erstes Jahr hier, wird dort als Jahr der Krisen bezeichnet.

„Die alljährliche Hungersaison wurde Anfang 2015 verschärft durch eine Flut im Süden des Landes mit anschließenden landesweiten Dürreperioden und einer um 30% reduzierten Ernte. Über 600.000 Menschen benötigten dauerhafte Nahrungsmittelhilfe.“

„Die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Lage hat sich weiter verschlechtert und ist gekennzeichnet von anhaltend sehr hoher Inflation, stark schwankenden Wechselkursen sowie erheblicher Neuverschuldung. Damit ist die wirtschaftliche Lage Malawis weiterhin akut gefährdet.“ In der Zeit in der wir hier sind, hat der Malawische Kwacha erheblich an Wert verloren.

Eine Ursache,  so der Bericht,  liegt in der aktuellen Regierung, unter dem 2014 gewählten Präsidenten Peter Mutharika. Es fehle an jeglichem politischen Willen, Malawi aus seiner tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise zu führen und die Armutsspirale zu durchbrechen.

Wir selbst können die Armut der Menschen nur erahnen: Wenn wir von Menschen angesprochen werden („give me money“), wenn unsere Wachen sich bei uns Geld leihen, weil die Menschen in ihren Dörfern nichts mehr zu Essen haben oder wir an Feldern mit vertrocknetem Mais vorbei fahren.

Hunde Hunde Hunde

Wir leben mit drei Hunden in Zomba.

Hundedame MILLI  (ca. 9Jahre) gehörte bereits zum Haus, als wir hier einzogen. Sie zeichnet sich durch ihre Selbständigkeit und Zurückhaltung aus. Neuerdings hat sie eine Stelle an der Außenmauer gefunden, über die sie gefahrlos springen kann. Ein weiterer Schritt in ihrem selbstbestimmten Leben…

 

Löwe und uneingeschränkt König unter den Tieren hier in Zomba ist unser Schäferhund  BELLO. Inzwischen ist Bello in die Jahre  gekommen (ca. 17!) aber dennoch sehr beindruckend ist die Wucht seiner Stimme. Sie flösst Scharen von security guards Angst und Schrecken ein. Bello hat hier in Zomba über viele Jahre für unterschiedliche Familien Schmiere gestanden, Nächte gewacht und dabei monkeys und baboons vertrieben. Bello bereitet uns gerade Sorgen: seine Beine, Ohren und Augen wollen nicht mehr und in letzter Zeit hat sich sein Gewicht stark reduziert.

 

 

NEU im Team ist OSKAR, ein Hundewelpe der August 2015 bei unseren Nachbarn zur Welt kam und seit Oktober bei uns wohnt.  Oskar ist dynamisch und will erzogen werden.

Ganz einfach, so wurde uns gesagt, seid nur konsequent 🙂 dann klappt alles. Von wegen ganz einfach….

 

 

 

Diesen Beitrag widmen wir Gerry, einem sehr temperamentvollen Hundeherren aus Bochum.

Domwe Island

Ein kleines Paradies im Malawisee, das nur per Boot zu erreichen ist. Wir waren dort für ein paar Tage zum Schnorcheln und Kajak fahren. Die Insel ist unbewohnt, es gibt nur eine Art Campingplatz, bestehend aus 5  Reetdachhütten,  in denen man zelten kann.